1868 Antonio de Torres SP/CSAR
| Jahr | 1868 |
| Decke | Fichte |
| Rückseite und Zargen | CSA Rosewood |
| Skalenlänge | 650 mm |
| Sattelbreite einer Gitarre | 50 mm |
| Finish | French Polish |
| Land | Spanien |
| Luthier | Antonio De Torres |
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Gebaut ganz am Ende der sogenannten „ersten Epoche“, als Torres noch in Sevilla arbeitete, ist dies ein wunderbares und äußerst seltenes Beispiel von Torres‘ repräsentativster Arbeit aus dieser Zeit. Es ist ein vollwertiges Instrument, das nach heutigen Maßstäben in Bezug auf Maße und Proportionen völlig „modern“ ist und seitdem, unglaublicherweise, die Blaupause für alle Gitarrenbauer geblieben ist, wobei dieses Grunddesign kaum oder gar nicht verändert wurde. Der Zustand der Gitarre ist ausgezeichnet, insbesondere wenn man bedenkt, dass sie vor 150 Jahren gebaut wurde. Alle aktuellen Reparaturen wurden fachmännisch durchgeführt und die Gitarre ist in spielbereitem Zustand. Der Klang ist absolut majestätisch. Sie hat einen gewaltigen Klang mit einer samtigen Textur, reich an Obertönen, behält aber dennoch große Klarheit im Kern jeder Note. Die Korpusresonanz ist sehr tief, was teilweise auf ein Gerät zurückzuführen ist, das Torres regelmäßig verwendete – insbesondere in der ersten Epoche (darunter am bekanntesten in Gitarren wie „La Leona“, FE08, FE13 ex Llobet, FE17 ex Tarrega und anderen), genannt „Tornavoz“ – ein konisches Rohr, das an das Schallloch angeschlossen ist und bei dieser Gitarre einen Überschallknall am unteren Ende erzeugt und den Höhen eine brillante, funkelnde Klarheit verleiht. Das Instrument sieht genauso schön aus wie es klingt, es hat eine dreiteilige CSAR-Rückseite, eine Ringrosette mit zentralem Fischgrätenmuster und eine passende „dicke“ Einlage auf Rückseite und Seiten. Die Stimmmechaniken wurden aus Gründen der Funktionalität durch ein kundenspezifisches Set von Rodgers aus England ersetzt, die originalen Jerome-Stimmmechaniken sowie ein sehr altes (wahrscheinlich originales) Holzgehäuse sind jedoch noch bei der Gitarre. Ein weiteres atemberaubendes Beispiel einer gut erhaltenen, elegant gebauten und einfach hinreißenden Torres. Für den anspruchsvollsten Sammler oder Interpreten gleichermaßen äußerst begehrenswert.
Orfeo Magazin Nr. 9 - Der 200. Geburtstag von Antonio de Torres


